Branderschrofen und Ahornspitze, Ostallgäu

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Ach, das Allgäu könnt so schön sein, wenn da nur nicht … tja wenn die Einheimischen dort nur nicht so penetrant dieses eigenwillige Idiom verwenden würden. Freunde mach ich mir mit so einem Satz sicher keine, aber eine lautstark auf dem Parkplatz mitbekommene lustige Unterhaltung zweier grundschwäbischer Familien lässt einen schon ein klein wenig am Sinn des großen Ganzen zweifeln. Na ja, der Bayer selbst klingt für andere manchmal sicher auch ein wenig … ruppig.

Zur Tour: Die Berge um Füssen sind unglaublich schön. Die vielen Seen, die Schroffheit etlicher Gipfel, der weite Blick in der Höhe über die Allgäuer Alpen, das ist zum Niederknien. So wie diese Bergwanderung, die ein wenig Erfahrung im Fels und eine brauchbare Kondition erfordert. Über den Klettersteig Gelbe-Wand-Steig geht es von der Tatstation der Tegelbergbahn in etwa 1 1/4 Stunden hinauf zur Bergstation. Der Steig ist nicht besonders schwer, lässt immer genügend Platz für den festen Tritt, erfordert aber schon ein wenig Konzentration.

In einer weiteren viertel Stunde geht es dann, zum Schluss etwas anregend und mit Drahtseilen gesichert, aber nie sonderlich schwierig, auf den Gipfel des Branderschrofen (1.880m). Im weiteren Verlauf bietet sich noch die Besteigung der Ahornspitze (1.780m) an. Hier oben steht man vis-a-vis vom Hohen Straussberg (den ich zum 5000 mal mit dem Säuling verwechselt hab), sieht nach Süden die Zugspitze und nach Osten das ganze Ammergau, mit etwas Kennerblick sogar Benediktenwand, Herzogstand und Heimgarten.

Auf dem oberen Foto erkennt man vom Gipfel des Branderschrofen aus im Vordergrund die Bergstation der Tegelbergbahn. In der rechten Bildhälfte erst Füssen, dann Schwangau, Hopfensee und Forgensee. Etwas links Alpsee und Schwansee, dahinter die Tannheimer Berge.

Etwas langweilig vom Weg, aber sehr idyllisch steigt man über den Reitweg schließlich hinab ins Tal, es hatscht sich ein wenig dahin, um auf Höhe der weltberühmten Marienbrücke, die tatsächlich den allerunglaublichsten Blick auf Neuschwanstein liefert, von globalisierten Touristenmassen püriert zu werden. Der Schluss durch die rasante Pöllatschlucht bildet das Finale einer ungewöhnlichen Tour, die mit einem hübschen Steig am Anfang, vielen Highlights unterwegs und über 1.400 Höhenmetern Eindrücke hinterlässt.

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Über knurre

Bin bergsüchtig, ist aber nicht schlimm.
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